Das Projektteam
- Mario “Bickmack” Pavelka: Der Initiator und “Macher”
- Maria Papadopoulou: Die wissenschaftliche Begleitung
- Andreas Hansmeier: Organisation, Beratung, Website
- Dorothee Scholz: Organisation, wissenschaftl. Assistenz
Diverse unterschiedliche Tanzcoaches unterstützen das Projekt zusätzlich!
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Mario “Bickmack” Pavelka
Der Initiator und Macher
Kontakt: bickmack@schoolbattle.info
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“…durch die Härte des Lebens geprägt geh´ ich jetzt meinen Weg, denn mein Schicksal ist es nie aufzugeben, denn es ist nur ein Leben, dass ich hab´, darum danke ich Gott dafür jeden Tag…“ (lyrics by Bickmack)



Mario Pavelka mit Schüler(innen) der 6a der GHS Am Römerkastell im April 2008
Mario Antonio Pavelka erblickte am 23.08.1977 in Crailsheim als Sohn eines afroamerikanischen US-Soldaten und einer weißen Amerikanerin und als Bruder zweier weißer Schwestern das Licht der Welt.
Schon seine früheste Kindheit prägte ihn. Sein Vater verließ die Mutter kurz nach der Geburt und erkannte die Vaterschaft nicht an. Die Mutter, die nun allein mit drei Kindern war, flüchtete sich aufgrund ihrer Überforderung und verschiedener gescheiterter Männergeschichten in die Alkohol- und Tablettensucht. Mario nahm sie nie als ihren Sohn an, sie nannte ihn immer nur „son of a bitch“ – dementsprechend verhielt sie sich ihm gegenüber. Durch ihre Sucht und ihre allgemeine Unzufriedenheit in ihrem Leben ließ sie ihre Wut an Mario aus, da die Schwestern nach Erlangung der Volljährigkeit beide auszogen. Sein eigenes Identitätsproblem als Mischling in einer weißen Familie wurde durch dieselbe nur noch mehr geschürt: Seine Großmutter zahlte seiner Mutter damals 300 DM, um Mario vor dem Großvater zu verleugnen, da dieser eher „rechts“ eingestellt war.
Wenn man ihn heute fragt, wie er seine Kindheit erlebt hat, antwortet er mit einem Lächeln und sagt, er könne sich nicht mehr daran erinnern.
Er erinnert sich aber sehr wohl daran, wie das Jugendamt ihn im Alter von zwölf Jahren von seiner Mutter abholte und ihn an das Jugendheim Crailsheim übergab. Kurz darauf starb seine 43jährige Mutter an einer Überdosis Tabletten. Ab jetzt wusste er definitiv, dass er allein auf der Welt war und sich allein auch durchkämpfen musste. Nach einem Jahr gab das Jugendheim Mario auf und übergab ihn an eine geschlossene Schwesternanstalt für schwererziehbare Kinder. Nach etlichen Eskalationen war er für die Schwesternschaft nicht mehr tragbar. Er wurde nun an eine offene Jugendanstalt für Schwererziehbare weitergereicht, für die er jedoch schon zu reif war und es wurde beschlossen ihn in ein betreutes Wohnen für Jugendliche in Schwäbisch-Hall zu vermitteln.
Die Härte seines Lebens überforderte ihn und er betäubte seine Ängste in Drogen wie Cannabis, Ecstasy, Speed, etc.. In dieser schwierigen Phase seines Lebens wurde er, nicht allein durch die Drogen, kriminell: Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz, Körperverletzung, Diebstahl, Einbruch, Urkundenfälschung. Immer wieder bekam er für seine Straftaten eine Bewährung, die sich letztendlich auf zehn Jahre summierte. Nichtsdestotrotz schaffte er seinen Hauptschulabschluss und begann eine Bäckerlehre, die er jedoch kurz vor Ende abbrach, da er die praktische Prüfung nicht bestand. Er beschloss zur Bundeswehr zu gehen, doch nach einem Jahr wurde er unehrenhaft wegen Drogenbesitzes entlassen.
In dieser schwierigen Zeit lernte er seine heutige Frau kennen – der Lichtblick seines Lebens. Durch sie erfuhr er erstmals Liebe, Geborgenheit und Vertrauen, die Gefühle, die er durch seine Mutter nie hatte erfahren dürfen. Doch das Glück wurde durch einen schweren bewaffneten Raubüberfall, den Mario mit seinen Freunden beging, erschwert. Er wurde für diesen letzten großen Coup und die vorangegangen Straftaten zu insgesamt drei Jahren und zwei Monaten verurteilt – er trat die Strafe nicht an; stattdessen befand er sich drei Jahre auf der Flucht.
Sein Weg brachte ihn nach Bonn. Eine Zeitlang lief alles glatt und Mario traute sich bei einer Hip-Hop Veranstaltung mitzuwirken. Hier sollte sein Leben schlagartig verändert werden: in einer Personenkontrolle ging er der Polizei ins Netz – er wurde festgenommen und erst nach einem Jahr und acht Monaten wegen guter Führung entlassen. Ein halbes Jahr nach seiner Entlassung spielte ihm das Leben den wahrscheinlich schönsten Streich: seine Frau verkündete ihm ihre Schwangerschaft. Heute ist er stolzer Vater eines Sohnes, dem er alles erdenklich schöne auf dieser Welt bescheren und vor allem bewahren will, was er selbst erlebt hat. Nicht nur für seinen Sohn wünscht er sich dies.
Aus diesem Grunde erschuf er das Konzept des „Schoolbattle“-Projektes, in dem er sozial benachteiligte und schwache Kinder integrieren will, um sie vor dem zu bewahren, was ihm selbst wiederfahren ist. Er spricht ihre Sprache, nicht zuletzt weil der Hip-Hop immer ein Teil seines Lebens war und Mario alle der Musikrichtung nachgesagten Klischees erfüllt.
Erst als er im Gefängnis war, schrieb er seine Gedanken, seine Gefühle und sein Erlebtes in Reimen nieder und erkannte die reinigende Kraft der Musik. Musikalisch geprägt haben ihn besonders 2Pac, Tracey Chapman und India Area. Sein erstes Album „Ein Blick in meine Seele“ wird demnächst unter seinem Künstlernamen „Bickmack“ bei seinem eigenen Musiklabel erscheinen – wer Mario schon einmal gesehen hat, wird schnell merken, warum er sich selbst diesen Namen gab; und nach dieser Biografie auch verstehen, warum sein Album diesen Namen trägt.
Mittlerweile engagiert sich Bickmack im Bereich Jugendarbeit. Dieses Engagement beschränkt sich dabei nicht nur auf den “Schoolbattle”, sondern besteht auch aus Jugendarbeit in Jugendhäusern und aus Workshops an unterschiedlichen Schulen und Schulformen.
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Maria Papadopoulou
Die wissenschaftliche Begleitung
Kontakt: maria@schoolbattle.info
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Maria Papadopoulou
Maria Papadopoulou wurde am 14.11.1981 in Bonn als Tochter griechischer Eltern geboren. Sie besuchte das Friedrich-Ebert-Gymnasium in Bonn, welches sie nach Erlangung des Abiturs verließ. Im Anschluss absolvierte sie ein freiwilliges soziales Jahr im Ausland und begann 2003 ihr Lehramtsstudium der Sekundarstufe I an der Universität zu Köln mit den Fächern Englisch und Geschichte. 2007 beendete sie ihr Studium mit dem Staatsexamen und ist seit Februar 2008 Lehramtsreferendarin an der GHS Anne-Frank-Schule in Bonn.
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Andreas Hansmeier
Organisation, Beratung, Website
Kontakt: hansmeier@schoolbattle.info
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Andreas Hansmeier
“Hip Hop gehört nicht unbedingt zu meinen Leidenschaften, doch wenn er dabei helfen kann, meine Schüler(innen) zu fördern, dann gehört er bald dazu!“
Am 11.09.1971 wurde Andreas Hansmeier in der ostwestfälischen Kleinstadt Rietberg bei Gütersloh geboren. Seine Kindheit verbrachte er in Westenholz bei Delbrück im Kreis Paderborn. Mit 16 verließ er die Realschule in Delbrück und machte eine dreijährige Berufsausbildung zum Werkzeugmechaniker bei der Siemens – Nixdorf Computer AG. Nach der Berufsausbildung absolvierte er noch die dreijährige gymnasiale Oberstufe am Westfalenkolleg Paderborn, die er mit der allgemeinen Hochschulreife abschloss.
Der Zivildienst trieb ihn dann auch bezüglich seines Wohnsitzes nach Paderborn, wo er während dieser Zeit in Wohneinrichtungen für delinquente Jugendliche und mit Drogensüchtigen arbeitete. Er blieb Paderborn weiter treu und studierte Mathematik und Chemie auf Lehramt an der dortigen Universität.
Neben dem Studium verdiente er sich seinen Lebensunterhalt durch Servicetätigkeiten (Großveranstaltungen, Restaurants), Veranstaltungsorganisation (Discoveranstaltungen, Bälle) und Netzwerk- und Systemadministration (Siemens AG). Nach dem Studium arbeitete Andreas zwei Jahre am Schulzentrum am Werreanger in Lage (Lippe) bei Bielefeld als Lehramtsanwärter, bis er sich entschloss in das Rheinland nach Bonn zu gehen. Dort arbeitet er nun seit 2004 an der GHS Anne-Frank-Schule in Bonn/Vilich als Lehrer, seit 2009 auch als Konrektor. Sein Slogan ist ein Zitat von Francis de Picabia: “Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann!”
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Dorothee Scholz
Organisation, wissenschftl. Assistenz
Kontakt: dorothee.scholz@schoolbattle.info
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Dorothee Scholz
Dorothee Scholz wurde am 20.12.1983 als Tochter zweier freischaffender Künstler in Dresden geboren. Mit 16 Jahren verbrachte sie ein Austauschjahr in Wisconsin, USA, in welchem sie aus nächster Nähe mit der Hip Hop Kultur in Berührung kam und seitdem selbst in diesem Bereich aktiv wurde. 2003 schloß Dorothee ihr Abitur im St.Benno-Gymnasium mit Schwerpunkt auf Kunst und Deutsch ab und begann ein freiwilliges soziales Jahr, im Zuge dessen sie 2 Monate lang in den Armutsvierteln Curitibas (Brasilien) arbeitete und – im Anschluß an ihren Umzug nach Berlin – in einer Einrichtung für behinderte und schwer erziehbare Jugendliche in Strausberg. Seit 2004 studiert sie Psychologie an der Humboldt- Universität zu Berlin. Im Winter 2008 absolvierte sie ein halbjähriges Praktikum in einer Delphintherapie-Einrichtung für behinderte und verhaltensauffällige Kinder in Indonesien, was ihr Interesse an alternativen und persönlichkeitsorientierten Therapieformen stärkte. Als Dorothee über die Medien auf Bickmacks Projekt aufmerksam wurde, sah sie aufgrund ihrer langjährigen Liebe zur Musik sofort das psychologische Potenzial des Konzeptes und erkundigte sich auf der Stelle nach einer möglichen Zusammenarbeit.
Seit Mai 2009 beteiligt sich Dorothee nun an der Aktion Schoolbattle als wissenschaftliche Assistenz und Unterstützung im Bereich Organisation und Konzeptausarbeitung hinsichtlich der bundesweiten Expansion des Projektes. Der besondere Fokus ihrer Arbeit liegt dabei auf der Nachhaltigkeit des Programms, welche im Zuge ihrer Diplomarbeit mittels einer wissenschaftlichen Studie untersucht werden wird.